Irland

Im Sommer 2004 war ich das zweite Mal in Irland. Meine Ziele waren diesmal - nach Youghal, Kilkee und Bundoran im Jahre 2001 - Westport im Nordwesten an der Clew Bay, Kenmare am Ring of Kerry im Südwesten und Dublin.

In Westport hatte ich ein Apartment direkt am Wasser und mit einem herrlichen Ausblick auf den nahe gelegenen Hafen angemietet. Westport hat mit seinen bunten und gepflegten Häusern sowie seinen zahlreichen kleinen Geschäften und Pubs allerlei für den Besucher zu bieten. Mir hat es jedenfalls so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, dorthin ganz bestimmt noch einmal zurückzukehren.

In der näheren Umgebung Westports gibt es zahlreiche schöne Strände. Ein Ausflug dorthin lohnt sich. Zum Baden ist das Wasser wahrscheinlich zu kalt, dafür kann man sich aber am Atlantik den Wind so richtig um die Nase wehen lassen.

Von Westport aus unternahm ich jeden Tag lange Ausflüge mit dem Pkw. Anfangs war ich in nördlicher Richtung unterwegs. Auf der Fahrt nach Achill Island war die kleine Festung "Rockfleet Castle" der Piratin Grace O'Malley - zwischen Westport und Achill Island gelegen - mein erstes Ziel. Unter ihrer Führung kontrollierten die O'Malleys die Gewässer vor der Westküste Irlands und erhoben Steuern und Abgaben von allen Schiffen, die durch dieses Gebiet zogen.

Auf Achill Island, das trotz spärlicher Vegetation eine äußerst reizvolle Halbinsel ist, galt mein Interesse zunächst dem verlassenen Dorf von Slievemore. Dort kann man sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzen lassen. Dieses am unteren Südhang des Slievemore Mountain gelegene Dorf besteht aus den Überresten von knapp 100 traditionellen Stein-Cottages. Die Gebäude sind rechts und links von einem alten Weg angeordnet und fast alle in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Das verlassene Dorf, das an einer der geschütztesten Stellen der Insel liegt, ist ca. 1,5 km lang. Vermutlich war es in verschiedenen Phasen der Inselgeschichte bewohnt, und man nimmt an, dass einige der Häuser möglicherweise auf den Ruinen von älteren Gebäuden errichtet wurden. Zuletzt wurde das Dorf im frühen 20. Jahrhundert als Behausung genutzt. Die Häuser wurden im Sommer bewohnt, wenn das Vieh auf den Berghängen weidete; in den Wintermonaten kehrten die Menschen jedoch in ihre Häuser in den Dörfern Pollagh und Dooagh zurück.

In den Fünfzigern kam der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll hierher. Er war von Achill Island so angetan, dass er sich in den Sechzigern und frühen Siebzigern jeden Sommer hier aufhielt. Die Eindrücke von seiner Irlandreise und dem ersten Aufenthalt auf Achill Island hielt er in seinem "Irischen Tagebuch" fest, das im Jahre 1957 veröffentlicht wurde. Am Ende eines erlebnisreichen Tages fuhr ich auf dem Atlantic-Drive zurück nach Westport.

Wenn man im County Mayo Urlaub macht, ist Clifden, das im angrenzenden County Galway liegt, natürlich ein Muss. Die Stadt liegt weit entfernt von den bekannten Urlaubsgebieten und wird wohl auch deshalb glücklicherweise nicht von Scharen von Touristen besucht. Dass das Wetter dort nicht immer den Erwartungen der Urlauber entspricht, mag auch ein Grund dafür sein. Aber wie heißt es so schön: Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur unpassende Kleidung. Bei meinem ersten Besuch in Clifden im Jahre 2001 hatte es mir dieser Ort und seine Umgebung trotz des strömenden Regens sofort angetan.

In Irland gibt es mehrere Nationalparks. Einer davon ist der Connemara Nationalpark, den man unbedingt besuchen sollte. Östlich dieses Nationalparks, in etwa 30 - 40km Entfernung, liegt in einem gepflegten Park am Lough Corrib Ashford Castle. Dieses Schloss aus dem 13. Jahrhundert, einst Landsitz der Familie Guinness, kann man leider nicht besichtigen, dafür aber darin übernachten. Es ist heute ein Luxushotel.

Nach einer Woche verließ ich Westport, um Quartier in Kenmare zu beziehen. Kenmare liegt im County Kerry, also im Südwesten der grünen Insel. Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass "Neidin", wie es in der gälischen Sprache genannt wird, ein hübsches Städtchen (ca. 1200 Einwohner) ist.

In seiner Umgebung gibt es viele interessante Ausflugsziele. Da der Ort direkt am Ring of Kerry liegt, ist es naheliegend, dass man diesen zunächst erkundet. Das habe ich natürlich auch getan. Allerdings machte ich diese Tour nicht mit dem Pkw, sondern mit einem kleinen Reisebus. Schon am Tag zuvor hatte ich mich im Tourist-Office zu diesem Ausflug angemeldet. An einem sonnigen und sehr warmen Tag ging es frühmorgens los. Der Fahrer versorgte seine Reisegäste - wir waren insgesamt etwa 15 Personen - während der Fahrt mit den wichtigsten Informationen. An interessanten Punkten (u.a. Ladies View, Waterville, ...) hielt der Bus, damit jeder Fotos machen konnte. Ein Tipp an dieser Stelle: Um möglichst wenig Probleme beim Fahren zu haben - die Straße ist streckenweise ziemlich schmal - empfiehlt es sich, den Ring of Kerry entgegen dem Uhrzeigersinn zu befahren.

Nicht weit von Kenmare entfernt liegt der Killarney National Park, ein ca. 60 km² großes Gebiet der Killarney Area. Der Killarney Nationalpark umfasst das Seengebiet Lower Lake, Muckross Lake und Upper Lake samt Uferzonen.
Zwischen Lower und Muckross Lake steht im Boume Vincent Memorial Park das 1843 errichtete Muckross House. Man kann das Auto auf einem Parkplatz (südlich von Killarney) an der N 71 abstellen und erreicht Muckross House nach einem etwa 30-minütigen Fußmarsch. Viele Besucher lassen sich aber auch mit einer der zahlreichen Pferdekutschen dorthin bringen. Im Muckross House kann man u.a. mit viktorianischen Möbeln ausgestattete Wohnräume besichtigen, darunter die Zimmer, die Königin Victoria während ihres Besuches 1861 bewohnte.
Ein weiteres lohnendes Ausflugsziel im Nationalpark ist Ross Castle, eine ca. 2km südwestlich von Killarney am Lower Lake gelegene Burgruine.

Auf meinem Besichtigungsprogramm standen auch Bantry und Mizen Head. Bantry (knapp 3000 Einwohner) liegt an der gleichnamigen Bucht, der Bantry Bay. Am Ortsrand Bantrys befindet sich in einem schönen Park Bantry House. Mit dem Bau des Hauses, das u.a. eine wertvolle Kunstsammlung beherbergt, wurde im 18. Jahrhundert begonnen.
Im Winter 1796 machte sich eine französische Flotte von 43 Schiffen auf den Weg, um die "Vereinten Iren" in ihrem Kampf gegen die Briten zu unterstützen. Da nur 16 Schiffe die Bantry Bay erreichten, konnte man nicht viel ausrichten und zog sich nach einigen kleineren Gefechten wieder zurück. 1985 entdeckte man in 30 m Tiefe die französische Fregatte "La Surveillante". Ein Modell dieses Kriegsschiffes ist im Bantry French Armada Exhibition Centre, das sich gegenüber dem Bantry House befindet, ausgestellt.
Nach Besichtigung der Ausstellung ließ ich mir Tee und Kuchen in der hübsch gestalteten Teestube schmecken, bevor ich nach Mizen Head aufbrach.

Mizen Head - an der Südwestspitze Irlands gelegen - besticht mit steilen Klippen und einem großartigen Ausblick auf den Atlantik. Über eine Brücke gelangt man zum Leuchtturm und zum neuen Besucherzentrum.
Der Einfluss des Golfstroms wurde mir auf diesem Ausflug immer wieder deutlich vor Augen geführt: Hohe Fuchsienhecken und Palmen sind hier keine Seltenheit.

Ausgangspunkt und Ziel meiner Irlandreisen ist jedes Mal Dublin. Die Stadt am Liffey hat eine Menge zu bieten. Neben den vielen Pubs im Stadtteil Temple Bar und dem bunten Treiben in der Grafton Street gilt mein ganz besonderes Interesse auch immer den U2-Studios. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, eines Tages Bono oder einem anderen Bandmitglied zu begegnen.


Unvergessliche Tage in Irland

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